Hautpflege

Die Haut wird während der Chemotherapie anspruchsvoller und bedarf unserer besonderen Aufmerksamkeit.

Hände:

Händewaschen ist essenziell, um die Haut keimfrei zu halten und generell der Übertragung von Infektionen vorzubeugen. Durch Seife wird z.B. die Oberfläche von Viren zerstört, da ihr „Fettmantel“ angegriffen wird. Dazu muss man allerdings die Hände ca. 30 s lang waschen. Vermeiden Sie zu heißes Wasser, denn dieses weicht die oberste Hautschicht auf und schadet so dem Säureschutzmantel der Haut. Aggressive Seifenprodukte und vor allem auch die klassischen, flüssigen Desinfektionsmittel können die Hände dann nur allzu leicht austrocknen. Waschen Sie Ihre Hände also am besten schonend mit lauwarmem Wasser und milden Seifen, zum Beispiel auf pflanzlicher Basis. Als Desinfektionsmittel eignen sich spezielle schonende, antibakterielle Gele und Lotionen, die der Haut keine Feuchtigkeit entziehen. Merke! Gründliches Händewaschen ist der Desinfektion immer vorzuziehen, Desinektionsmittel sind dann zuverwenden, wenn kein Wasser in der Nähe ist, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder wo Sie Oberflächen anfassen, die von vielen Menschen benutzt werden. Handschuhe können ein ideales Mittel gegen trockene Haut sein, da sie dafür sorgen, dass die Hände nicht unmittelbar der kalten Witterung ausgesetzt sind. Vorzugsweise im Haushalt sollten Handschuhe zum Einsatz kommen, nämlich bei Putzaktionen, bei denen die Hände mit chemischen Substanzen und heißem oder viel Wasser in Berührung kommen. Tragen Sie also beispielsweise beim Abwasch regelmäßig Gummihandschuhe zum Schutz, um Ihre Haut an den Händen nicht zu sehr aufzuweichen und auszutrocknen. So können Sie rissiger Haut vorbeugen.

Wenn sich die Hände trotz aller Vorsicht rau und angegriffen anfühlen? Dann ist eine intensive Pflege wichtig. Dafür ist die Nacht besonders geeignet, da die Hände ruhen und sich regenerieren können. Das können Sie mit einer reichaltigen feuchten Handcreme unterstützen,  die Sie dick auf Ihren Händen verteilen. Darüber ziehen Sie dann spezielle, dünne Baumwollhandschuhe, die dafür sorgen, dass die Creme auf der Haut bleibt und durch die körpereigene Wärme, die Öffnung der Poren, intensiv einwirken kann. Eine Anwendung mit Handcreme kann auch mal tagsüber mit Gummihandschuhen erfolgen, dann aber nur ca. 10 min, da die Hände schwitzen.

TIPP:

Eine einfache pflegende Anwendung ist das sanfte Öl/Zuckerpeeling. Sie nehmen ein paar Löffelchen feinen Zuckers und vermischen diesen mit Olivenöl zu einer cremigen Masse. Damit reiben Sie die Hände wie beim Händewaschen gründlich ab, spülen mit lauwarmem Wasser ab und verreiben den Rest der öligen Rückstände mit dem Wasser in den Händen, so dass noch Feuchtigkeit aufgenommen wird. Danach die Hände sanft abtrocken.